Schlammschlacht beim Belgischen DH 1 Cup in Dinant

Am vergangenen Wochenende ging es auch in unserem Nachbarland Belgien rund: viele wissen gar nicht, dass die belgischen Downhillrennen richtig rocken! Der Lauf in Dinant war da keine Ausnahme...


Die Wettervorhersage veranlasste wohl jeden Fahrer dazu, direkt Schlammreifen und Regenbekleidung mitzubringen. Erstaunlicherweise war es beim Trackwalk im Wald noch nahezu trocken, trotz bereits Freitag Abend stattfindender, heftiger Regenschauer. Trotzdem war klar: die Strecke hat es in sich! Und das, obwohl sie gerade mal 110 Höhenmeter und 800 Meter Distanz aufzuweisen hatte. Aber in Belgien muss das nichts heissen. Denn in Belgien wählt man gern mal die Falllinie: kurz, knackig, krass. Schon im Trockenen wurde man an einigen Stellen trotz voll gezogener Bremsen einfach immer schneller. Besonderes Highlight der Strecke war das Ziel, das mitten in der Altstadt von Dinant eine wirklich schöne Kulisse bot.

Daniel Ludwig wurde Gesamt-Siebter

Nachts kam der Regen. Immer wieder schauerte es teils heftig und gegen Mittag konnte der dichte Laubwald den Boden nicht mehr vor der Nässe schützen. Es wurde richtig schön cremig! Die Kombination Steilheit, Feuchtigkeit, Wurzeln und Felsen sorgte für rege Beschäftigung der Sanitäter. Viele Fahrer schwenkten die weisse Fahne, weil es einfach zu krass war. Ich auch, zu groß die Sturzgefahr aufs noch nicht wirklich ausgeheilte Kreuzband, schade... Diejenigen, die durchhielten, äußerten durchweg Respekt, hatten aber Spaß. Worte wie "total crazy" und "mega gestört" fielen desöfteren... Die DH 1 Serie hat ein ziemlich cooles Format: Der komplette Samstag ist dem Training gewidmet, Radfahren bis zum Abwinken also!

Stürze standen an diesem Wochenende definitiv auf der Tagesordnung! Hier erwischt es gerade Ruhrpott Rocker Robin Mölders

Sonntags finden 2 Rennläufe und ein Superfinale für die Top 30 statt. Also auch am eigentlichen Renntag jede Menge Action und eigentlich eine wirklich coole Sache. Wenn nur der belgische Freestyle ein wenig kompakter daherkäme. Das ganze zog sich doch extrem und das eigentlich kurzweilige Format wirkte so ein wenig langatmig. Trotzdem blieb es spannend, zumal keiner der Super-Finalisten magels Ergebnisliste so wirklich wusste, ob er es denn überhaupt ins Finale geschafft hatte. Mein Race Homie Yannik jedenfalls fuhr einfach mal auf Verdacht zum Start und wurde dann einfach irgendwann aufgerufen. Ein bisschen Freestyle, ist in Belgien eben so und eigentlich auch cool ;)

Am Ende wurde Yannik 14ter, yeah! Damit war er doch glatt drittbester Deutscher hinter Daniel Ludwig (Platz 7) und Andreas Sieber (Platz 3, Glückwunsch zum Podium!). Platz 15 sei auch noch erwähnt: Young Guns (Wieder-) Neuzugang Jan Berkenkopf weihte sein neues Zerode Racebike ebenfalls mit einer schnellen Zeit ein. Tagesschnellster war der Franzose Ludowig Oget, der mit 1 Min 2:39 Sek auf der kurzen Strecke immerhin fast eine Sekunde Vorsprung herausfuhr.

Platz 14 für Mountainbike Rider Testfahrer Yannik Thomas, yeah!

Ein lustiges, krasses, feuchtes und entspanntes Wochenende in Belgien. Immer wieder gut, immer wieder überraschend, kann ich allen empfehlen, die kein Problem mit einer guten Portion Freestyle haben! Ach ja: nach dem Rennen gehören natürlich eine große Portion belgische Fritjes dazu!

German Selfie: Yannik Thomas, Patrick Neukirchen, Jan Berkenkopf, Andi Sieber und meine Wenigkeit, Martin Donat

Hier noch die Ergebnislisten. Viel Spaß auch mit der kleinen Fotogallery und der Sturz-Slideshow oben ;)

Top Ergebnisse nach Klassen

Top50 Ergebnisse Scratch


Fotos: Martin Donat

Gepostet am 13.05.2014 von Martin Donat |

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